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ORDNUNG MUSS SEIN

In einer Polizeischule unterrichtet ein Polizei-Offizier (Werner Kreindl) seine Schüler über Methoden im Umgang mit der Bevölkerung, die zur Aufklärung oder Verhinderung von Verbrechen, Ordnungswidrigkeiten etc. notwendig sind. An verschiedenen Beispielen zeigt er auf, was in der Praxis geschehen kann:
In dem 1. Beispiel geht es um den Begriff "Bürgernähe": Es wird die Auseinandersetzung zwischen einem "Wermutbruder" und einem Polizisten und einer Politesse geschildert. Hier bleibt allerdings offen, wer am Ende siegt. Die Gesetzeshüter, die nach dem Prinzip "Ordnung muss sein" vorgehen oder der nach einer eigenen Philosophie lebende Gammler...

In dem zweiten Fall geht es um den Begriff "Ermessensspielraum". Hier wird als Beispiel das Problem des Nacktbadens gezeigt, wobei die Bevölkerung, je nach Standpunkt, Anstoß nimmt bzw. die Hüllenlosen toleriert. Der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde versucht, unter den Badegästen eine Mehrheit gegen das Nacktbaden zusammenzubringen...

Im Beispiel 3 wird ein Gesetzeshüter zur Aufnahme eines Verkehrsunfalls gerufen: Eine Radfahrerin fährt einen Wissenschaftler an, der stürzt, seine Aktentasche öffnet sich und 5 weiße Mäuse entkommen in die Freiheit. Die Radfahrerin wird von einem Polizisten für eine Türkin gehalten, Sprachschwierigkeiten machen die Unfallaufnahme unmöglich...

Bei Fall 4 geht es um den Begriff "Tatort": Ein Ehepaar erstattet auf einem Polizeirevier Anzeige. Dabei treten Namensverwechslungen auf und der Polizist, der die Anzeige entgegennimmt, gerät wegen der ungenauen Angaben in Verzweiflung...

Die vier Episoden schrieb Herbert Rosendorfer ursprünglich als Bühnenstücke und sind in Buchform unter dem Titel "Vorstadtminiaturen" erschienen. Wie immer liegt auch hier die Stärke des Autors in der liebenswerten, außerhalb der Grenzen Bayerns manchmal auch als derb empfundenen Ausdrucksweise, aber auch in der klaren Charakterisierung seiner Rollen und Figuren. Herbert Rosendorfer hat für das ZDF eine fernsehgerechte Dramatisierung geschaffen.